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Meister des Klangs und der Komik


 


Prima la musica e poi le parole, erst die Musik und dann die Worte — oder umgekehrt, das ist hier die Frage! Oder eben auch nicht, denn Words and Music könnte als Versuch verstanden werden, ein Kunstwerk zu schaffen, bei dem beide Elemente ebenbürtig sind und gerade einmal nicht um die Vorherrschaft kämpfen. Die Protagonisten des Stückes, der Herr Krak und seine Knechte Worte und Musik, von ihm auch mal mehr, mal weniger liebevoll Joe und Bob genannt, finden sich hierzu zusammen — und kommen eben nicht zusammen. Scheitern vorprogrammiert. Von Samuel Beckett und Morton Feldman, die sich bei Words and Music gemeinsam aufmachen, ihr Misstrauen gegenüber jedweder Sinnhaftigkeit zum Ausdruck zu bringen und den reinen Klang zu feiern, hat man eigentlich auch nichts anderes erwartet.

Doch das Großartige an dieser 45-minütigen Miniatur — ja, auch Feldman, der eher für die extremen Zeitdauern seiner Stücke berühmt-berüchtigt ist, kann sich kurz halten —, ist die Komik, die diesem Scheitern immanent ist. Eine reizvolle Herausforderung für jeden Darsteller. Bibiana Beglau (Worte / Joe) und Götz Otto (Krak) nahmen diese mit Freude an. Und wir sind immer noch überglücklich, hierfür zwei solch renommierte Ausnahmeschauspieler gewonnen zu haben. Schon die erste Probe am vergangenen Wochenende war absolut vielversprechend — und ein großer Spaß!

Seit dem Beginn ihrer Karriere arbeitet Bibiana Beglau mit Regisseuren, die das Theater und den Film der Gegenwart prägen, und wurde mehrfach für ihre herausragenden Leistungen gewürdigt darunter mit dem Silbernen Bären der Berlinale als beste Darstellerin, dem Ulrich-Wildgruber-Preis, dem Adolf-Grimme-Preis sowie dem deutschen Theaterpreis Faust für ihre Rolle als Mephisto in Martin Kušejs Münchner Faust-Inszenierung. Ihre Intensität beim Spielen sowie ihre souveräne Darstellung widersprüchlichster Gefühle werden sowohl von Regisseuren geschätzt, als auch vom Feuilleton vielfach anerkannt. Ihr Spiel zeugt im hohen Maß von schauspielerischer Intelligenz sowie einer eigenartigen und herausragenden Körperlichkeit, mit der sie die Rollen zum Leben erweckt. Seit 2011 ist sie Ensemblemitglied des Residenztheaters, und ist weiterhin am Thalia Theater in Hamburg zu sehen.

Götz Otto, geboren und aufgewachsen als Bäckerssohn im hessischen Offenbach, besuchte u.a. die Otto-Falckenberg-Schule in München, wo er auch seine Schauspielkarriere begann, nämlich an den Kammerspielen und am Residenztheater (Ensemblemitglied von 1993 bis 1995. Mit der Rolle des James Bond-Bösewichts Stamper (Tomorrow Never Dies) wurde er 1997 schlagartig berühmt. Ganze 20 Sekunden gab ihm die Produzentin damals, um für diese Rolle vorzusprechen – also brachte er es zügig auf den Punkt: I´m big, I´m bad, I´m bold. I´m German. That´s five seconds, keep the rest.“ Mittlerweile hat er in zahlreichen internationalen Produktionen gespielt: u.a. im Fantasy-Film Iron Sky, in Cloud Atlas und der vielfach ausgezeichneten französischen Komödie Maman und Ich sowie in Filmen des zweifachen Oscarpreisträgers Fernando Trueba (Das Mädchen und der Künstler). Götz Otto lebt in der Nähe von München — verheiratet, vier Kinder. 

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